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a passage to india

Diary Entries

Wednesday, 13 October 2010

Location: Arambol, India

so, bald ist es so weit: ich muss Incredible India wieder verlassen.
heute abend nehme ich den Zug nach Trivandrum (20Std), komme dort morgen abend an, verbringe die Nacht am Flughafen und um 4 Uhr morgens geht mein Flugzeug nach Dubai.
Ich freue mich, euch alle wiederzusehen. Aber ich werde Indien sehr vermissen. Es war wunderbar, aufregend, atemberaubend. Es fuehlt sich an als waere ich eine Ewigkeit hier gewesen.
Also, wie die Tibeter sagen: Thank you India!

http://www.youtube.com/watch?v=sDaD2q5_K5s

Bis bald!

Friday, 08 October 2010

Location: Arambol, India

Ich bin gut in Goa angekommen, es ist wunderschoen hier.
Nur noch eine Woche, dann bin ich schon wieder in Deutschland.

Sunday, 03 October 2010

Location: Jaisalmer, India

India is shaking my mind.
(mir scheint es gibt keine angemessene Uebersetzung)
Ich liebe dieses Land. Im Moment bin ich noch in Jaisalmer, morgen in Jodhpur und dann unterwegs nach Goa.

Friday, 24 September 2010

Location: Dharamkot, India

Es ist so weit, der letzte Abend in Dharamkot. Wir tauschen wie wild Fotos und email-Adressen aus und machen natuerlich noch jede Menge Fotos. Es ist ein bisschen wie eine Klassenfahrt gewesen: man ist rund um die Uhr in derselben Gruppe zusammen, und inzwischen ist es ein bisschen wie eine Familie geworden. Ich habe wirklich wahnsinniges Glueck mit der Gruppe gehabt, es war so super schoen und lustig hier. Naechsten Sommer wollen wir uns in Barcelona treffen. Ich werde die anderen vermissen. Zum Glueck bin ich nicht direkt ganz auf mich alleine gestellt, ich breche morgen mit Esther, Audrey, Joelle und Chiara nach Amritsar auf, dann nach Bikaner am Rande der Wueste. Dort machen wir einen dreitaegigen Kamelritt durch die Wueste, dann gehts weiter nach Jaisalmer und nach Jodhpur, wo sich unsere Wege trennen werden. Ich reise dann nach Sueden, nach Goa.
Das restliche Workcamp ist genauso schoen gewesen wie der Anfang. Wir haben unser Klassenzimmer in der Schule wunderbar bemalt, mit einer grossen Weltkarte, einer Karte von Indien, einem Alphabet mit Bildern und einigen Flaggen von wichtigen Laendern. Es sieht wirklich toll aus, ich haette nicht gedacht, dass wir das so gut hinbekommen. Auch die Lehrer, die, glaube ich, anfangs der ganzen Sache etwas skeptisch gegenueber standen, waren nachher begeistert. Am letzten Tag haben wir den Kindern einen Fussball und jede Menge Kleinkram geschenkt. Wir waren sehr stolz auf uns.
Wir haben ausserdem noch eine tibetische Bibliothek, das Tibetan Institute of Performing Arts, Norbulinka (oder so aehnlich, ein tibetisches Zentrum fuer bildende Kunst) und noch andere Sachen besichtigt. Es war alles ganz interessant. Aber jetzt habe ich auch erst mal genug von dem ganzen tibetischen Kram. Und wir haben gelernt, ein tibetisches Gericht zu kochen: Momos. Ich freue mich jedenfalls, jetzt in den naechsten Wochen ganz viel indische Sachen kennenzulernen und die tibetischen abzuhaken.
Letzten Sonntag waren wir hier im Ort auf einer traditionellen indischen Hochzeit eingeladen. Das war ein Erlebnis. Sie haben in dem Raum, in dem der Braeutigam sich aufhielt, ein richtiges Feuer angezuendet und ein halbnackter, merkwuerdig bemalter und angezogener Mann (vielleicht ein Priester oder so) hat dann einiges gemacht, um dem Brautpaar Glueck zu bringen. Ich habe es nicht so genau mitbekommen, weil wir nur kurz in den Raum reingucken konnten. Zumindest gesundheitlich kann das Ganze dem Braeutigam jedenfalls nicht grade gutgetan haben, weil kein Kamin oder so vorhanden war. Dann hat eine Band gespielt, eine Klarinette, zwei Trompeten, Trommeln, etc. und wir haben alle viel getanzt, zusammen mit einem alten betrunkenen Mann. Die restlichen Gaeste haben sich eher zurueckgehalten. Als es Essen geben sollte, wurden lange Teppiche auf dem Boden ausgerollt, auf denen wir in langen Reihen Platz nahmen. Jeder kriegte einen Teller aus zusammengenaehten Lotusblumenblaettern vor sich hingelegt. Dann kam ein Mann und warf auf jeden Teller eine Handvoll (im wahrsten Sinne des Wortes) Reis, und dann kam ungefaehr alle zwei Minuten jemand mit einer grossen Schuessel Dhal (Linsengericht zum Reis) die Reihen entlang und klatschte eine Kelle voll auf jeden Teller. Fuenf verschiedene Sorten, glaube ich. Gegessen haben wir mit den Fingern. Am Ende gab es dann orangen suessen Reis als Nachtisch. Das Wasser konnten wir leider nicht trinken. Dann mussten wir wieder zum Raum des Braeutigams gehen, und nach einer gefuehlten Ewigkeit liess er sich dann auch endlich mal blicken. Er hatte ein knallbuntes Kostuem an, also einen hohen Hut und einen langen Mantel, und sah ehrlich gesagt ziemlich laecherlich aus. Er liess sich dann erst mal eine halbe Stunde lang beschenken und filmen. Danach hat er sich wohl auf den Weg zum Haus der Braut gemacht, die etwas weiter weg wohnte. Sie hat von der ganzen Party nichts mitbekommen. Hoffentlich hat sie wenigstens bei sich schoen gefeiert. Wir sind dann gegangen.
Fuer unsere Gruppe hat sich das Trek&Dine Restaurant hier im Ort zum Stammlokal entwickelt. Viele Leute haben das Essen in der accommodation satt, weil es immer entweder "Dhal-Rice-Chapati" oder Nudeln gibt, und essen gerne auswaerts, und generell ist inzwischen immer jemand aus der Gruppe in dem Restaurant anzutreffen, egal zu welcher Tageszeit. Ab und an geht jemand, jemand anderes kommt dazu, und es ist total nett. Wenn man gerade aus McLeod kommt, geht man schnell da vorbei, um zu hoeren, was wer grade so treibt und was es Neues gibt und um Verabredungen fuer den Rest des Tages zu treffen. Es ist inzwischen wie zuhause hier. Ich schlafe inzwischen draussen auf dem Balkon, weil unser Zimmer so schimmelig ist, dass ich da zu husten angefangen habe. Auf dem Balkon ist es wunderbar. Man sieht die Sterne, hoert einen Wasserfall rauschen...
In dieser Woche hatten wir dann unsere grosse Trekkingtour. Ehrlich gesagt war sie ein bisschen enttaeuschend, was vor allem am Wetter lag. Am ersten Tag sind wir 8km gelaufen, im stroemenden Regen. Uebernachtet haben wir in einem alten Tempel auf einem Berg, ungeheizt, mit kaputten Scheiben, ohne Wasser zum Waschen oder Toilette, in Schlafsaecken auf dem Boden. Ich will mich nicht beklagen, aber ich muss zugeben, dass das nach einem wirklich anstrengenden Wandertag mit jeder Menge bergauf und bergab klettern und permanentem Regen eine ziemliche Herausforderung war. Ausserdem bewirkt der staendige Nebel, dass alles immer irgendwie feucht ist und nie richtig trocken wird. Zum Glueck hat der Regen dann aufgehoert und wir hatten einen atemberaubenden Ausblick. Wirklich wunderbar. Und unsere guides, die uns begleitet haben, haben sich wirklich Muehe gegeben, uns warm zu halten: als wir ankamen, gabs chai mit cookies, eine Stunde spaeter heisse Suppe, und noch ein paar Stunden spaeter dann Abendessen, alles ueber dem Feuer gekocht. Das war waehrend der ganzen Tour so. Neben dem Tempel stand eine Bauruine, dort hat wohl jemand den Plan, ein Haus zu bauen, ziemlich schnell wieder aufgegeben. In dieser Ruine lebt jetzt eine Kuh-WG in Selbstverwaltung. Es ist so kurios, was man hier teilweise zu sehen bekommt. Jedenfalls war die Nacht eiskalt und wir waren froh, als es endlich Morgen war und wir heisses Porridge und Toast bekommen haben. Und es zur Abwechslung mal nicht geregnet hat. Unser ueber dem Feuer abgekochtes Wasser hat nach Rauch geschmeckt. Wir haben an dem Tag dann 12km zurueckgelegt, und sind wieder viele steile Berge rauf und runter geklettert. Mittags haben wir Rast gemacht und heisse Nudeln bekommen. Inzwischen hatte auch der Regen wieder eingesetzt. Wir sind dann zu einem alten britischen Haus oben auf einem Berg weitergewandert, wo wir uebernachtet haben. Es war jedenfalls waermer als der Tempel. Aber auch ohne Wasser. Ich habe ausser dem Zaehneputzen jede Koerperhygiene aufgegeben, Haendewaschen nur ab und zu mit ein paar Tropfen Desinfektionsmittel. Auf dem Berg gab es drei sogenannte Cafes, die man in den Bergen oft sieht: eine Huette, aus grossen Aesten und Stangen und alten Bettgestellen und anderem Krempel gebaut, eine grosse blaue Plane fest daruebergespannt, so dass nur noch eine Seite offen ist, mit jeder Menge alter Kartons und Stroh isoliert und mit Decken ausgepolstert. Es ist erstaunlich warm in den Cafes. Man kann da Cookies, Chips, Schokolade, Getraenke, Klopapier und noch einiges anderes, was man so gebrauchen kann, kaufen. Und natuerlich heissen Chai. Die Verkaeufer leben den Grossteil des Jahres in ihrem Cafe. Es war fuer mich ein unglaublicher Anblick. Ich wusste, dass es Menschen gibt, deren Leben fuer mich voellig unvorstellbar war. Aber es so vor sich zu sehen... Ich will damit auch nicht sagen, dass das unbedingt ein furchtbares Leben sein muss. Aber der Unterschied zu meinem eigenen Leben koennte kaum groesser sein.
Wir waren jedenfalls dankbar fuer die Cafes und haben immer unendlich viele Cookies gekauft, weil man in dem Wetter irgendwie immer Hunger hat. Am Mittwoch konnten die, die wollten, dann zu einer weiteren Wanderung auf 3000m Hoehe aufbrechen. Ich bin mitgegangen, trotz des ueblichen stroemenden Regens. Landschaftlich war das der schoenste Tag. Die Haelfte der Gruppe haben wir unterwegs in einem Cafe verloren. Wir sind dann endlose Felshaenge und Geroellhalden raufgeklettert, die letzte Stunde mussten wir die Haende zu Hilfe nehmen, weil es so steil war, und der Nebel war auf der Hoehe dann so dicht, dass man praktisch nichts mehr sehen konnte. Irgendwann sind wir umgekehrt, haben einen Fluss ueberquert, indem wir von einem riesigen glitschigen Felsbrocken zum naechsten gesprungen sind, und sind dann all die Felsen wieder runtergeklettert, haben die anderen im Cafe wieder eingesammelt und sind zurueck in unser britisches Haus, voellig am Ende unserer Kraefte. Seit diesem Tag hatten wir auch einen Begleiter, einen herrenlosen Hund, der sich an unsere Fersen geheftet hat. Das machen die Hunde hier alle so. Sie scheinen niemandem zu gehoeren und laufen immer bei irgendjemandem mit. Aber diesen habe ich besonders ins Herz geschlossen. Er ist die ganzen Felsen mit uns hochgeklettert. Ich habe ihm abends etwas Reis von meinem Teller gegeben und prompt Aerger bekommen, weil man mit den hiesigen Mitteln die Teller nicht vernuenftig reinigen kann. Er hat dann auch in unserer Huette geschlafen und uns mitten in der Nacht mit wildem Knurren geweckt. Ich glaube, er wollte uns beschuetzen. Am Donnerstag ist er mit uns nach Hause gekommen, zur Accommodation, die inzwischen allen als das Paradies auf Erden erschien. Leider hat der accommodation-Besitzer ihn verjagt. Dafuer habe ich inzwischen eine Katze kennengelernt, die mir auch auf Schritt und Tritt gefolgt ist.
Wir haben es alle genossen, wieder zu duschen, auch wenn das Wasser kalt ist, und in einem richtigen Bett zu schlafen. Wir haben viel Zeit in unserem Stammlokal verbracht, in McLeod letzte Einkaeufe getaetigt, Waesche gewaschen und uns ausgeruht, und morgen und Sonntag brechen wir nun alle nach und nach auf. Ich bin etwas traurig darueber, freue mich aber auch darauf, nun ganz frei entscheiden zu koennen, was ich mache und wohin ich als naechstes fahre. Und endlich wohin zu kommen, wo es warm ist und nicht alles immer feucht ist. Aber natuerlich wird mir dieser Ort, die erste Heimat in Indien, und vor allem die Gruppe, fehlen.

Sunday, 19 September 2010

Location: Dharamkot, India

So, morgen gehts los zur Trekkingtour.
Mir ist aufgefallen, dass auf diese Seite unbedingt auch der ijgd-song gehoert. Immer, wenn auf unserem Vorbereitungsseminar im Fruehjahr dieses Lied begann, durchs Haus zu schallen, wussten wir, dass die naechste Seminareinheit anstand. Es ist sowas wie das Mottolied von ijgd (internationale jugendgemeinschaftsdienste), und hat es immer geschafft, in uns ungeahnte Kraefte zu wecken, wenn wir uns nach langen Naechten voller Werwolfspiele wieder den Problemen eines Aufenthalts in einem "3.-Welt-Land" widmen mussten.

http://www.youtube.com/watch?v=WYLpN-l_zAI

Weitere Berichte folgen nach der Trekkingtour.
Gruesse,
Andrea


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Recent Messages

From jette
ohhhhh maus, was ist das für ein aufregendes abenteuer, das du da erlebst! die bilder, deine zeilen wecken gefühle und gedanken und wenn du wiederkommst, werde ich dir wahrscheinlich stunden zuhören wollen.
du fehlst mir soooo. denke jeden tag an dich und freue mich, dass du in indien in der gruppe bisher so gut aufgehoben warst.
hoffe, dass du nun deine reise mit kraft und freude antreten wirst und wünsche dir dafür viel glück, weiterhin gesundheit (du bist wirklich zäh) und spaß!!!!
kusskusskuss, deine jette!
From Kerstin
So, jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, alles zu lesen. Hört sich spannend an, ich krieg Fernweh und plane schon gedanklich meine nächsten Reisen (wenn auch nicht ganz so weit weg).
Viele Grüße von den "Jungens" und weiter so eine interessante Zeit wünsch ich dir!
From alessa
hey maus. vermisse dich und hoffe, dass es dir gut geht. hört sich aber alles sehr gut. hier ist alles beim alten. gibt nix neues. dicken kuss
From MoNika
Liebe Andrea, wenn ich die Seite ein wenig nur nach oben scrole sehe ich, wie weit weg du bist. Du bist sehr mutig. Wie geht es dir nach einigen vollen Tagen vor Ort ?
Wir sind alle sehr gespannt auf deine nächsten Zeilen.
Wir stehen vor einem vollen Wochenende. U.a. treffen sich Rei´s Studienfreunde am Wochenende hier bei uns in Gruiten. Das Wetter soll sommerlich werden, sodaß der Himmel näher ist und das Leben somit auch freier. Wir denken viel an dich.
Viele liebe Grüße aus Gruiten.
Take care.
From REi & MoNi
Das ist ja wunderbar.
Take care Rei § MoNi
From Tomi
Ich hoffe du bist gut angekommen. Viel Spaß mit den neuen Erfahrungen.
Ich bin bei dir!
t.