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Christoph’s Travel Diary

Monday, 19 Oct 2009

Location: Hong Kong

MapHeyho liebe Freunde,

"na endlich schreibt der mal wieder was" ... hehe, einfach nur Fotos hochladen und nix dazu schreiben, das ist keine gute Idee! Ich versuch euch jetzt wieder öfter auf dem Laufenden zu halten, ich freu mich aber auch riesig darüber, dass ihr alle wissen möchtet, wie es hier so weitergeht! :)

Stehengeblieben war ich bei Sinahs Abreise. Trauriges Ereignis, so traurig, dass ich auch die nächsten zwei Tage krank im Bett verbracht habe. Vielleicht auch Nachwirkungen von Thailand, ich weiß es nicht. Dann ging es aber schon wieder aufwärts und außerdem konnte ich in der Zeit auch ein wenig für die Uni machen. Und: Wir haben hier an der HKUST eine Band gegründet! Komplett aus Austauschstudenten, dazu aber später mehr!

Jetzt erstmal ein bisschen über meinen coolen Tag in Macau: Macau ist auch wie Hong Kong eine Special Administrative Region von China. Früher eine portugiesische Kolonie und heute halt wie Hong Kong ein Teil von China. Allerdings genau wie Hong Kong mit eigener Einreise, Visa-Bestimmung, etc. Das bedeutet, auch wenn das ganze nur eine 1 1/2 stündige Fahrt mit der Fähre von Hong Kong nach Macau ist, muss man erstmal aus Hong Kong ausreisen und dann nach Macau einreisen. Ganz schön umständlich.
Aber einmal angekommen in Macau fällt einem direkt was ins Auge: Die Stadt wird nicht umsonst das Las Vegas Asiens genannt. An jeder Ecke steht hier ein Casino, teilweise riesengroß.

Aber erstmal haben wir uns die Stadt bei Tag angeschaut. Die Taxen sind wirklich verhältnismäßig sehr günstig und so kommt man sehr einfach von Ort zu Ort. Erster Stopp war natürlich die historische Altstadt. Die ist sehr stark portugiesisch geprägt, man hat richtig das Gefühl in einer mediterranen Stadt zu sein, nur ab und zu schimmert ein wenig Asien durch :) Die komplette Altstadt ist auch UNESCO-Weltkulturerbe und somit eine richtige Sehenswürdigkeit. Richtig schön. Natürlich dürfen auch die ganzen katholischen Kirchen nicht fehlen, einige wirklich groß und sehr europäisch. Wahrzeichen von Macau ist allerdings das Portal der Kirche St. Paul. Mehr von der Kirche als das Portal existiert auch nicht mehr, das sieht irgendwie lustig aus. Natürlich gibt es in Macau auch die richtig asiatischen Ecken, teilweise sieht es mit den vielen alten Hochhäusern genau so aus wie Hong Kong. Abends ging es dann sehr lecker portugiesisch essen in einem kleinen Seitenstraßen-Cafe. Ein Tipp aus dem Lonely Planet. Nur das mit dem Bierbrauen, das haben die Portugiesen noch nicht so raus. :)

Und dann: Ab ins Nachtleben! Viele Clubs oder Bars gibt es in Macau nicht, hier dreht sich alles nur um die Casinos. Die locken mit riesigen Hallen in tollen Gebäuden, freie Shows mit blanken Brüsten und freien Getränken (aber nur, wenn man lange genug an einem Spieltisch sitzt...). Um in so einer Lasterhölle nicht zu versinken, hab ich mir gedacht, ich nehm einfach einen Geldbetrag mit, mit dem kann ich machen was ich will und wenn er danach weg ist, hab ich halt Pech gehabt. Hab mich dann erstmal an Baccarat versucht, aber das gefiel mir nicht. Da hab ich auch erstmal die Hälfte des Geldes auf den Kopf gehauen. Satz mit X... okay, ab ins nächste Casino und da zum Blackjack. Das lief besser: Am Ende des Abends hatte ich mein Startgeld verdoppelt. So muss das sein. Also insgesamt ein sehr erfolgreicher Abend, mit meinem Gewinn hatte ich alle Ausgaben für den Tag (Fähre, Essen, Taxen, etc.) gedeckt.
Aber keine Angst: So richtig süchtig macht das noch nicht. Da muss man wohl erstmal die ordentlichen Geldbeträge haben, damit man auch mal mehr als nur Mindesteinsatz setzen kann :)
Auf der Rückfahrt nachts in der Fähre hab ich dann neben einer netten Dame gesessen, die aufgrund des Wellengangs ungelogen drei Kotztüten vollgemacht hat. Geruch inklusive. Ihr könnts euch vorstellen...

Das war der Tag in Macau, aber es ist ja noch die Bandgeschichte offen! Ich bin hier an der HKUST Mitglied in der Band Society geworden. Das ist quasi ein Club von musikalischen Studenten und wenn man da Mitglied ist (7 Euro und man kriegt n T-Shirt), dann kann man den Bandraum nutzen, das ist ein Raum, wo ein Verstärker (ja, nur einer) und ein Schlagzeug drinsteht. Diese Band Society veranstaltet öfter Pub Nights, wo dann auch verschiedene Bands der Society und auch Gastbands spielen. Ich hab mich also auf die Suche nach ein paar netten Leuten begeben, mit denen ich hier ein wenig Musik machen könnte und bin dann auf eine Handvoll Austauschstudenten gestoßen, die auch Lust hatten eine Band zu gründen! Unser Name ist "The Happy Corners" (benannt nach dem lustigen Spiel, von dem ich euch mal erzählt hab mit dem in die Eier rammen) und wir haben einen Spanier an den Drums, einen Dänen am Keyboard, Amerikaner an Gitarre und Bass und ich singe. Wir hatten vor ein paar Tagen unseren ersten Auftritt und haben echt gerockt! Ich versuch ein paar Videoschnipsel zu besorgen, es haben welche mitgefilmt. :) Der ganze Abend war wirklich die beste HKUST Party, die ich bis jetzt erlebt habe. Eintritt für uns als Band natürlich frei, für alle anderen aber auch nur 2 Euro. Dafür dann freies Essen, freie Getränke und das Beste: Becks Bier for free! Es ist hier total selten, dass man einen Ort findet, an dem es deutsches Bier gibt. Das meiste ist Dänisch, Holländisch, weißichwas, aber kein gutes deutsches Bier. Aber an dem Bandabend gab es dann Becks, juchhu!
Gespielt haben wir guten alten Rock, zum Beispiel "Born to be wild".

So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand, diese Woche geht es weiter mit der Hong Kong Musikkarriere, unter anderem nehmen wir als Band an einem Singing Contest teil und wir haben einen weiteren Auftritt! Jetzt muss ich aber noch ein wenig üben, zwei neue Songs müssen einstudiert werden! Diesmal natürlich auch wieder ein Musiktipp für euch:
Nicholas Barron - I'm not superman http://www.youtube.com/watch?v=bVuBLQnJVzI

Bleiben Sie mir treu, empfehlen Sie mich weiter! (frei nach Rangar Yogeshwar)

Euer Christoph