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JuMaMaJa’s Travel Diary

Friday, 04 Oct 2019

Location: Kangaroo Island, Australia

Map7. Tag
Port Elliot- Kangaroo Island
Heute morgen ging es früher los, um pünktlich bei der Fähre in Cape Jervis zu sein. Wir fahren gut eine Stunde bis zum Hafen am äußersten Punkt der Peninsula Fleurieu (im Bundesstaat South Australia siedelten primär die Europäer). Julia organisiert die Boardingpässe. Marco fährt den Camper auf die Fähre, während die anderen die Fußgängerpassage nehmen. Die Jungs finden das entladen und beladen der Fähre, äußerst spannend. Sogar zwei riesen Schaftransporter fasst die Fähre... unangenehm nur der Geruch. Die Überfahrt dauert ca. 45 Min die Insel liegt so 13 km vor dem Festland. Trotz Wellengang und etwas schaukeln halten sich die Jungs gut. Andere Mitfahrer haben deutllich Schwierigkeiten mit der Seekrankheit. Auf der Insel fahren wir direkt los, allerdings noch ohne genauen Plan. Die Insel ist relativ groß und die Wege sind nur teilweise asphaltiert, es gibt viele Schotterstraßen. Wir wollen unser Hauptaugenmerk auf die Tierwelt legen. Wir dürfen jetzt endlich unseren reparierten Frischwassertank auffüllen und suchen eine entsprechende Möglichkeit. Ein kurzer Schwenker über die kleine „Hauptstadt“ der Insel namens Kingscote und wir fahren an der Nordküste die Emu Bay an. Hier gibts einen wunderschönen weißen Sandstrand, der langsam flach abfällt und das Wasser lange türkis scheinen lässt. Die drei Jungs bauen Sandburgen und haben einen riesen Spaß. In Parndana in der Inselmitte füllen wir erfolgreich Wasser nach. Dann geht es noch mal an die Küste zur Stoke Bay. Der Weg dorthin ist gesäumt von hügeligen Graßlanlandschaften, teils mit Teppichen gelber Blümchen, Eykalyptuswäldern und typisch anderer Flora. Massige Herden Schafe weiden darauf, gelegentlich auch Rinder. Wie erwartet folgt sogleich Matthis (aus Vaters Sicht) dezenter Hinweis endlich wieder etwas essen zu können, in dem von hinten ein lautes „Papa guck, GULASCH!“ gebrüllt wird. Mutter verdreht die Augen und ergibt sich der Situation.
Es ist 3 Uhr und so langsam hüpfen die Kängurus auf die Weiden, ein Hinweis nun besonders vorsichtig zu fahren. An der Stokes Bay angekommen, begeben wir uns auf einen Kletterweg, der durch höhlengleiche Felsengebilde führt. Am Ende werden wir von einem kleineren Strand mit einem durch Steine natürlich gebildeten Naturpool belohnt. Die Jungs haben Spaß beim Klettern, es ist leider zu kalt zum baden. Der Preis des angrenzenden Campingplatzes ist unverhältnismäßig hoch und wir entschließen uns Richtung Südwesten in die Gegend des Flinder Chase Nationalparks zu fahren. Hier soll es der Beschreibung nach einen besseren Campground geben. Zweimal kreuzt plötzlich ein Känguru die Strasse und Marco muss einmal etwas kräftiger bremsen.
Unsere Entscheidung war richtig. Der Western KI Caravan Park befindet sich mitten im Busch und zentral zu den Attraktionen im Flinders Chase NP. Er hat einen Spielplatz und wir können nochmal waschen. Die Jungs können die Anmeldung nicht mehr abwarten und drängen direkt zu den anderen Kindern auf den Spielplatz. Die Atmosphäre wird hörbar genossen, als man Jakob vom Spielhaus/-gerüst das Pirate-Lied von Kasalla brüllen hört.
Es gibt auch einen angrenzenden kleinen Koala-Walkway, doch kaum haben wir unseren Camper am Stellplatz Nr. 9 bezogen, sellen wir fest, dass wird beobachtet werden. Eine Mutter sitzt mit ihrem Nachwuchs (Joey) in der Spitze und frisst. Als das Kleine die fotographischen Aktivitäten am Boden bemerkt, kommt es neugierig runter, beäugt uns aus nicht mal 3 Metern Höhe und springt in der Baumgabel umher. Wir können unser Glück kaum fassen, denn zumeist bleiben sie nah an/bei der Mutter und man sieht nicht ganz so viel vom Nachwuchs. Matthi und Jakob sind begeistert und versuchen das kleine Bärchen mit Blättern auf den Boden locken.
Wir richten den Camper ein und machen uns was zu essen.
Der Nachbar macht uns kurz drauf aufmerksam, das sich an einem Baum direkt hinter dem Camper noch ein Koala über die Eykalyptusblätter her macht. Fantastisch - zugleich hat er selber ein kleines Wallaby unter dem Esstisch im Zelt. Wir freuen uns tierisch ;-).
Spannend wird es, als der Koala den Baum wechselt und sich einen der kleinsten Zweige aussucht um an Futter zu gelangen. Im Gedanken sehen wir das Ästlein brechen. Es geht gut.
Am Abend wollen die Jungs noch was im Küchentrakt am Kaminofen basteln. Wir kombinieren das mit dem Abwasch und gönnen uns ein lokales Tröpfchen. Dann gehen wir hundemüde zum Camper. Als wir einsteigen werden wird immer noch beobachtet - Schlafen unter Koalas. ;-)