Menu

Previous entry Next entry

JuMaMaJa’s Travel Diary

Wednesday, 09 Oct 2019

Location: Stirling, Australia

Map12. Tag
Adelaide Hills
Wir schlafen aus. Die Sonne scheint in den Camper. Wir frühstücken im Pyjama. Was für ein Leben.
Gegen Mittag machen wir uns auf in das ca. 6 km entfernte Stirling. Die Betreiberin der Campsite hat dort ein Café, dass probieren wir aus. Gegenüber dem Café ist mal wieder ein wunderschöner kleine Stadtpark mit öffentlichen Toiletten, einem eingzäunten 1A-Spielplatz, einem BBQ-Platz, mit kleinem Pavillion, sowie vielen Bänken. Schön und praktisch zugleich. Wir hätten sowas zu gerne in Deutschland; die Australier haben das schlichtweg perfektioniert, nutzen und pflegen die Anlagen entsprechend. Die Jungs toben sich auf dem Spielplatz aus.
Stirling ist ein brummender kleiner Ort, mit vielen Geschäften und vielen kleinen Läden. Nett.
Auf den bisherigen Fahrten durch die Adelaide Hills vielen uns viele tolle Grundstücke mit ebenso beeindruckenden Häusern auf. Die Nähe nach Adelaide beträgt ca. 20 min - hier scheint es sich jedenfalls gut leben zu lassen.
Gegen frühen Nachmittag machen wir uns auf nach Mount Barker. Dort ist wohl die nächst geeignete Station zum „dumpen“ (WC Reinigung) und Wasser auffüllen. Zugleich müssen wir wieder ein paar Lebensmittel auffüllen. In Mount Barker gibt es nun wirklich alles. Zig Geschäfte, Freizeitmöglichkeiten, Parks, größere Marken und Firmen...es ist der Ort in den Hills, der am schnellsten wächst. Wir können verstehen warum. Wir fahren dort zum Aldi. Wie wir inzwischen wissen, lieben auch die Australier das bisher unschlagbar gute Preis-/Leistungsangebot. Parkplätze für größere Camper sind hier etwas rar, wir brauchen etwas, bis wir einen passenden Stellplatz gefunden haben. In den nächsten Tagen gehts richtung Outback, wir passen den Einkauf etwas an. Ein Schlenker durch den Ort und wir fahren nach Hahndorf. Ein weitaus kleinerer aber der mit Abstand bekannteste Ort in den Adelaide Hills. Deutsche Einwanderer gründeten hier 1839 eine deutsche Siedlung und irgendwie ist es ihnen gelegungen, mit ihrer Herkunft bis heute Geld zu verdienen. Es ist ein wirklich schöner Ort, viele tolle (alte) Häuser, viel nette Läden, aber leider (oder inzwischen) zu touristisch. Das älteste Hotelgebäude der Stadt (urig aus Stein und Holz gebaut) ist inzwischen ein Brauhaus mit bayrischer Bierkarte und jeder erdenklichen bekannten Speise aus Deutschland. Wir hatten es auch nicht anderes erwartet.
Wir schlendern kurz über die Hauptstraße, die Jungs bekommen Hunger und wir müssen im „German Spoon“ einkehren. Eine gute Portion Fish&Chips für Julia und Marco, die Jungs essen dafür umsonst ihre Portion Chicken McNuggest mit Chips (Pommes). War wirklich ok. Es ist 5 Uhr und die Geschäfte machen dicht. Mist, eigentlich hätten uns noch zwei drei Läden interessiert. Wir gucken uns noch kurz das Museum im Visitor-Center an und müssen auch dort zeitnah raus. Uns bleibt nur noch die Außenansicht auf ein paar nette Gebäude entlang der Haut- und Nebenstraßen. Reicht. Noch einmal ein kurzer PitStop auf dem Spielplatz und wir fahren wieder zur Campsite. Während wir uns einen Kaffee mit Zitronen-Kuchen gönnen und dabei UNO spielen, trift Jens aus Kiel auf der Campsite ein. Er ist in unserem Alter und möchte 11 Wochen durch Australien reisen - alleine, denn sein Freund ist letztendlich abgesprungen. Wir bieten ihm einen wärmenden Tee und etwas Kuchen an und unterhalten uns nett. Sein Vorhaben ist schon speziell. Man lernt zwar immer wieder neue Leute kennen, aber im Backpacker-Alter hat man es schon was einfacher mit „Gleichgesinnten“ durchs Land zu ziehen. Hoffentlich ist er nicht zu oft alleine.
Ab ins Bett, wir wollen in der Früh nach Adelaide.