Menu

Previous entry Next entry

JuMaMaJa’s Travel Diary

Saturday, 12 Oct 2019

Location: Barossa Valley-Port Augusta, Australia

Map15. Tag
Barossa Valley
Über Nacht ist unsere 2.Batterie wieder leer, wir beeilen uns mit dem Anziehen im Kalten und essen Porridge. Während die Großen den Camper fertigpacken zur Weiterfahrt, vergnügen sich die Kids auf dem Spielplatz. Die Anlage des lokalen Cricket-Vereins ist wirklich toll.
Wir wollen heute das Barossa Valley erkunden und fahren nach einem kurzen Einkauf den „Barossa Scenic Heritage Drive“ durch Greenock, Nuriootpa, Angaston und Tanunda. Außerdem haben wir uns wieder 3 Weingüter, die kinderfreundlich sein sollen, herausgesucht.
Unser erster Stop führt uns nach Jacob´s Creek - was für ein Zufall. Ein rieiges modernes Weingut (im Besitz des Weltkonzerns Richard Pernod), dass mit Restaurant, Café, diversen Spielgeräten, und Fahrradverleih für Touren auf dem Grundstück bzw. den Weinbergen wirbt.
Die Jungs bauen mit riesen Jenga Steinen einen Turm, während wir ein Tasting machen. 5 AU$ für das Tasting, das Geld bekommt man raus, wenn man Wein kauft. Die Preise für Alkohol sind in Austalien deutlich höher. Die uns richtig gut schmeckenden Weine fallen schnell in ein deutlich höheres Preissegment. Dies wäre vielleicht noch erschwinglich, aber die Preise wollen wir schlichtweg nicht bezahlen. Da sind wir in Sachen Preis-/Leistung etwas verwöhnt. Wir finden, aber doch zwei leckere Tropfen, die wir mitnehmen.
Als nächstes fahren wir das Weingut Pindarie an. Ein einmalig schönes Plätzchen auf dieser Erde. Es hat einen sehr schönen Ausblick auf die weite Hügellandschaft, den Weinreben und einer aufgetürmten Strohpyramide. Die Kinder sind direkt auf dem Stroh. Ein rustikal eingerichtetes, altes Steinhaus, mit überdachter Terrasse, Sitzmöglichkeiten unter Bäumen etc. ist der „Cellar Door“ des Weingutes (Restaurant und Tasting-Room). Wir machen auch hier eine kleine Weinprobe und fühlen uns sehr wohl. Die Jungs erklimmen weiterhin die Strohballen. Wir gönnen uns ein leckeres Mittagsmahl samt guten Glas Wein bei mit herrlichem Ausblick. Matthias passt genau auf, dass unser Fahrer auch genug Wasser zwischendurch trinkt. Natürlich wird nur genippt, geschlürft, gekaut und gespuckt....wie man das halt so macht.
Das letzte Weingut, die Whistlers Winery, lockt mit Spielplatz und Kängurus. Der Spielplatz ist gut, Kängurus gibt es keine (mehr) und das beste am Wein sind die modernen Labels mit Totenkopf / Skeletten samt witziger Namen - auf jeden Fall eine gute Marketing Strategie, denn die Weine sagen uns nicht sonderlich zu.
Dann geht es on the Road! Wir fahren 300 km in den Norden nach Port Augusta in die südlichen Flinders Ranges. An endlosen Weizenfeldern und weiten Landschaften vorbei, fahren wir durchs Clare Valley (eine weitere Weinregion), und lassen Port Piri links liegen. Während der 300 km auf der Strasse klettert das Termometer von 25 Grad um 15 Uhr (Barossa Valley) auf 29 Grad um 19 Uhr (Port Augusta) - ja es wird trockener, heißer, erbarmungsloser...wir kommen dem Outback immer näher. Wir sehen die ersten Road-Trains, überlange Lastwagen (3-4 Anhänger), die auf der Nord-Süd und Ost-West-Achse die weit entfernten Gegenden Australiens versorgen. Einer der Dreh- und Angelpunkte ist die Region um Port Augusta. Die Jungs schlafen ein wenig, hören Hörspiele und singen. In Port Augusta finden wir auf dem Gelände des örtlichen Football-Clubs einen Stellplatz. Für 7 AUD Spende, wieder ein Schnäppchen. Genial.
Marco fertigt die Jungs mit Spaßkämpfen und einer Runde „Erstes Englisch“ ab, morgen wollen wir rechtzeitig ins Outback der Flinders Ranges starten.