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JuMaMaJa’s Travel Diary

Monday, 14 Oct 2019

Location: Flinders Ranges-Wilpena, Australia

Map17. Tag
Flinders Ranges (Wilpena)
Wir schlafen bis 7.30 Uhr und Marco macht erstmal einen Kaffee und Kakao fuer uns. Es ist strahlend blauer Himmel über uns und wir sind motiviert, den Weg zum Mount Ohlsen Bagga zu gehen. Er ist in der Klassifikation etwas schwieriger bewertet und mit einer Stundenzahl von 4 angegeben. Wir wollen es trotzdem versuchen und gegebenfalls einfach früher umkehren, wenn wir merken, dass die Jungs sich zunehmend querstellen. Wir bereiten uns entsprechend vor. Viel Wasser, ein paar Snacks, Erste-Hilfe-Pack und noch lange Oberteile werden eingepackt. Alle werden gründlich eingecremt, Sonnenhut, Sonnenbrille, unsere festen Schuhe und los geht es. Die Jungs sind beide motiviert und freuen sich aufs Klettern. Der Weg führt uns relativ flach durch den Creek und durch schattige Büsche, bevor es steiler wird, die Büsche niedriger und die roten Felsen mehr werden.
Teils sind Treppenstufen mit Felsbrocken geformt und teilwiese klettern wir über größere Felsen -Hiking pur, wir haben viel Spaß. Zwischendurch machen wir Trink-, Ess- und Pinkelpausen. Wir sehen Krähen und eine kleine Salamanderart. Marco läuft vor, gefolgt von Matthias und Jakob, Julia ist das Schlusslicht. Das haben die Jungs so eingefordert. Papa hält vorne nach Schlangen und sonstigen Gefahren Ausschau. Bei steileren Kletterphasen benötigt Jakob ein wenig Hilfe an Mamas Hand, aber ansonsten läuft er super mit. Nach 2 h erreichen wir den Gipfel auf 928 m. Die Jungs und wir sind super stolz. Wir haben einen tollen Blick auf den Wilpena Pound und auf andere Teile der Flinders Ranges. Hier oben machen wir eine längere Pause in einer windgeschützen Ecke und werden von einem Paar Krähen beim Essen beobachtet. Während wir ein paar Fotos machen, versuchen sie an unsere Verpflegung zu gelangen. Für den Abstieg brauchen wir auch 2 h, die zu kletternden Teilstücke sind herunter etwas schwieriger. Die Jungs freuen sich auf ein versprochenes Eis im „General Store“. Jakob vertritt sich und holt sich eine Schramme, hält aber tapfer durch. Marco nimmt ihn nochmal für ein paar Meter auf die Schultern, länger lassen es die Wegverhältnisse nicht zu.
Zurueck auf der Campsite gibt es das wohlverdiente Eis. Am Nachmittag entspannen wir. Die Jungs freuen sich über ihren den Kontakt zum Nachbarsjungen. Lui aus Adelaide ist viereinhalb, Vater Hugh ist Australier, Mutter Doris ist Deutsche (ehemals München), seine kleine Schwester Mayra ist anderthalb. Die Vier verbringen gerade ein paar Tage mit Tante Conny und Onkel Schuri aus Landshut in den Flinders Ranges. Perfekt. Die drei Jungs spielen toll miteinander. Lui wurde zweisprachig erzogen und seine Mutter ist recht froh, dass er einmal merkt, dass außerhalb seiner Familie auch noch andere und insbesondere Kinder Deutsch reden. Jakob findet seine Rückfälle in Englische so toll, dass er ihn versucht nachzuplappern. Hugh macht allen Popcorn. In kürzester Zeit verwandeln die Drei unseren Vorplatz am Camper (Feuerstelle mit viel Restasche, drum herum Sand/Erdgemisch) dank der zugehörigen Wasserzapfstelle in eine Suhle, wie sie nur noch Schweine mögen. Asche im Gesicht, Schlamm fällt vom Körper...herrlich. Nach einer ersten Reinigung gehts zum Pool des Wilpena-Resorts. Matthias ist sehr mutig, kaum die Schwimmflügel an, springt er ins Wasser und gibt deutlich zu verstehen, dass die 30 Grad der letzten Tage den Pool noch nicht auf ein vertägliches Niveau gebracht haben. Jakob, übermutig, springt hinterher und muss aufgrund des Kälteschocks direkt von Marco herausgeholt werden. Auch Marco springt zur Abkühlung hinein, kann aber Bestätigen, dass dies eher dem Vereisen gleich kommt. Einfach zu kalt. Matthias paddelt jedoch immernoch wie ein Hund umher und war letztendlich der, der am längsten aushalten konnte. Als Julia vom Wäschewaschen dazustößt, versucht auch sie ihr Glück. Rein, Schwupp, raus - zu kalt. Lui traut sich trotz jeglicher Motivation nicht. Wir wärmen uns auf und gehen zurück zur Campsite. Wir machen ein Feuer, grillen unser Essen und anschließen gibt es nochmal Marshmellos. Für die Kinder heißt es nun Bettzeit. Als alles schläft, setzen wir uns mit Doris, Hugh, Conny und Schuri ans Feuer, quatschen in gemütlicher Runde bis der Vollmond aufgeht. Toller Tag.