Menu

Previous entry Next entry

JuMaMaJa’s Travel Diary

Wednesday, 16 Oct 2019

Location: Riverland - Mildura, Australia

Map19. Tag
Riverland/Cadell nach Mildura
Wir werden wach und merken, dass die gut 5 weiteren Camper alle schon weg sind. Und wir haben nicht einmal 8 Uhr - hallo? Kein Streß...Frühstück, eine letzte Kletterunde auf dem Spielplatz und los geht es. Wir fahren durchs Riverland - bekannt für seinen Obst (insbersondere Citrusfrüchte) und Weinanbau. Er gerade auf der Straße, fahren wir an zig Plantagen mit Zitronen- und Orangenbäumen vorbei. Die Luft ist förmlich mit Zitrusdüften getränkt. Sowas haben wir schon sehr lange nicht mehr wahrgenommen. Toll.
Der Murray River ist, wie schon beschrieben, der autralische Missisippi. Unbegradigt schlängelt er sich durch die Bundestaaten New South Wales, Victoria und South Australia. Seine Ufer bestehen stellenweise aus steilen Klippen, weit ins Land reichende trockene Überflutungsebenen oder Sumpfebenen (australisch „Billabongs“). Um ihn ist weitgehend alles grün, er ermöglicht seit über 150 Jahren den Obstanbau in der Region. Wir fahren durch die Städte Waikerie, Bamera, Berri und Renmark. Allesamt lebenswert, doch Bamera gefällt uns am besten. Es liegt an einem See, die Infrastruktur um den See stellt sich wieder sehr familienfreundlich (toller Spielplatz, Toiletten, überdachte Sitzgruppen, BBQ-Grills, Trimm-dich-Pfad,...) dar. Einfach genial.
Nachdem wir Renmark passiert haben, müssen wir noch ca. 140 km nach Mildura fahren. Auf dieser Strecke trennen sich der Highway und der Murray River ein paar Kilometer und wir merken, wie schnell einsam und trocken die Gegend wieder wird. Stellenweise meint man, man wäre wieder fast im absoluten Outback, der rote Sand weht auf die Fahrbahn. Wir verlassen den Bundesstaat South Australia. Mildura ist die nördlichste Stadt im Bundesstaat Victoria und verdankt ihre heutige Größe und Stellung (Obst-/Weinanbau) in der Region einzig und alleine dem angrenzenden Murray River. Schachbrettartig geplant und erbaut stellt sie im wahrsten Sinne des Wortes eine Oase in dieser sonst kargen Gegend dar. Selbst als wir duch die Stadt fahren merken wir, wo gewässert wird und wo nicht. Alte Obstplantagen, technisch zwar mit Bewässerungssystemen versorgt, sind trostlos vertrocknet. Das Nachbargrundstück dagegen weist satt grüne Weinreben auf. In der Touristeninformation holen wir uns ein paar Infos und überlegen, was wir die nächsten zwei Tage in der Nähe des Flusses machen wollen. Die Jungs haben nach der gestrigen und heutigen Fahrerei zuviel Energie und nur Mist im Kopf...anstrengend.
Wir finden eine kostenlosen Campground im 4km entfernten Kings Billabong Conservation Reserve, direkt am Murray River und mit Feuerstelle. Wir gehen eine kleine Runde, videotelefonieren mit den Großeltern und schicken den Nachwuchs nach einer Bastelunde früh ins Bett. Morgen müssen wir früh raus und wieder nach Mildura an die Wharf. Da wartet eine Tour mit einem richtigen Schaufelraddampfer auf uns.