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JuMaMaJa’s Travel Diary

Thursday, 17 Oct 2019

Location: Mildura-Warracknabeal, Australia

Map20. Tag
Mildura nach Warracknabeal
Augen auf, Rollo hoch, der Murray liegt in der Morgensonne vor uns. Perfekt. Wir machen uns nach dem Frühstück direkt auf zur Wharf in Mildura. Hier holen wir uns Tickets für eine zweistündige Tour auf dem Murray River, das Wetter ist bestens geeignet. Sonne, etwas Wind. Mit der PS Melbourne, einem restaurierten Schaufelrad-Dampfer, geht es los. Alles ist bestens zu bestaunen. Die Befeuerung der Dampfmaschine, die Antriebswellen und natürlich auf die Schaufelräder. Wir nehmen Bugplätze in der oberen Etage, beste Aussicht. Der recht junge Kapitän erklärt die Historie des Schiffes, die Besonderheiten des Flusses, seiner Ufer und vieles mehr. Am spannensten waren die Momente, in denen der Dampfer zweimal über ein Wehr musste oder der Ofen befeuert wurde.
Mal wieder werden wir freundlich angespochen. Die Frau eines Tierarztes aus Mildura und ihre Familie sind mit an Bord. Hey, how are you? Netter Smalltalk, Erläuterungen über die Gegend, Photo - No worries! See`ya!...so langsam sind wir im australischen Alltags-Slang wieder drin.
Wir fahren an ihrem Haus vorbei...direkt am Murray. Joaa, gibt schlechtere Wohnorte...
Der Dampfer legt wieder an. Die Tour war toll und hat sich wirklich gelohnt.
Wir gönnen uns einen Kaffee samt Snack an der Wharf, die Jungs belagern den angrenzenden Spielplatz. Wir überlegen derweil, ob wir noch weiter entlang des Murrays fahren oder uns Richtung „The Grampians“. Wir entscheiden uns für die Grampians und haben vor, dort etwas länger zu bleiben. Allerdings wollen wir heute die knapp 400 km nicht mehr fahren. Wir verlassen die Outback-Oase Mildura und deren umliegenden bewässerten Obstplantagen. Schnell fahren wir wieder kilometerlang durch die Einöde in Richtung Süden. Irgendwann beginnen wieder die Weiten des Getreideanbaus, dann wird es wieder etwas grüner. Wir erreichen Warracknabeal. Die Namen mancher Orte in Australien ermutern uns immer wieder. In Warracknabeal checken wir auf dem Campground am Fluss ein. Kaum geparkt möchte Marco das Essen zubereiten. Aber schon erhalten wir das freundliche Angebot eines Australiers, uns an einem „Murray Cod“ (großer Süßwasserfisch), zu bedienen, der gerade auf dem BBQ-Grill in Folie vor sich hergarte. Die ehemals 72cm Fisch belagern den ganzen Grill. Perfekt, denken wir und nehmen das Angebot dankend an. Wir brauchen nur noch etwas Salat und Bratkartoffeln ergänzen. Die Jungs mögen den Fisch nicht und bekommen eine Wurst. Zufrieden gehts ins Bett. Morgen haben wir nur ca. 150 km zu fahren, bis wir Halls Gap in den Grampians ankommen.