Menu

Previous entry Next entry

JuMaMaJa’s Travel Diary

Wednesday, 30 Oct 2019

Location: Jervis Bay, Australia

Map33. Tag
Jervis Bay
Wir werden gegen 8 Uhr wach. Es gibt Rührei und „Baked Beans“, auf Letzteres stehen die Jungs ganz besonders. Heute werden es 26 Grad, der Himmel soll aber etwas bewölkt sein. Wir sind um 9:30 Uhr am Fahrradverleih in Vintencia und bekommen zwei „Hybrid“-Fahrräder. Eins mit Fahrradsitz für Jakob und eins mit „tag along“ für Matthias (siehe Foto).
Wir bekommen eine Karte mit ein paar Fahrtipps ausgehändigt und los geht es. Ertsmal 8 km nach Sanctuary Point. Der Fahrradweg geht an der Straße entlang, hoch und runter. Wir merken: Es sind nicht unsere Bikes und die Kondition könnte noch etwas besser sein, insbesondere mit den Anhängseln auf und am Fahrrad ;-). In Sanctuary Point fahren wir ans St. Georges Basin (See mit Meerzugang). Es ist nahezu windstill am Vormittag und der See liegt spiegelglatt vor uns. Wir machen Rast an einem Picknickplatz mit Spielgerüst und einer Gruppe Kängurus unter den Büschen. Kurze Zeit später halten wir an einer Bootsrampe und sehen den Hobbyanglern dabei zu, wie sie ihre Boote auf den Trailer (Bootsanhänger) ziehen. Direkt mit dem Ersten kommen wir ins Gespräch. Er hat einen „Snapper“ und zwei „Bream“ (Barschartig) gefangen und verschenkt seinen Fang an uns. Auf Nachfrage, was er dafür haben möchte, sagt er, dass er letzte Woche schon genug gefangen. Wir fragen nochmal nach und erhalten als Antwort: „Welcome in Australia, enjoy!“. Sowas ist einfach (immer wieder) toll. Eine Tüte gibt er uns gleich mit und meint, dass der Fisch so frisch ist, dass er den halben Tag im Rucksack (Fahrradtour) gut mitmachen wird. Mit unserem frisch gefangenen Abendessen machen wir uns wieder auf den Weg. Wir fahren nach Hyams Beach ca. 11 km. Leider ist ein großer Teil der Strecke nicht mit einem Fahrradweg ausgebaut; nicht schön an der einzigen Zufahrtsstraße zu fahren. In Hymans machen wir dann im Beach Café einen PitStop und stärken uns statt mit Fish and Chips nur mit Chips (Pommes) und Salat. Den Fisch haben wir ja nun selber und zudem frischer. Wir an den weißen Sandstrand des Hyams Beach: Wunderschön!!! Bei einem Eis genießen wir den Ausblick und halten die Füße ins Wasser. Wir haben uns leider nicht richtig vorbereitet: Eine Badehose und Handtuch wären toll! Das Wasser scheint angenehm und viele nutzen die Abklühlung im Wasser. Wir amüsieren uns trotzdem ganz gut.
Weiter geht es nach Vincentia zurück. Leider ist diese Strecke nicht mit einem Fahrradweg ausgebaut. Nur ein Wanderweg, auf dem Fahrräder ausdrücklich verboten sind, steht zur Verfügung. Das sehen wir allerdings erst als wir davor stehen. Die Fahrradvermieterin hatte nur angedeutet, dass dieser Weg nicht für Fahrräder ausgebaut ist bzw. schwieriger zu befahren sei. Naja, wir halten uns an die Vorgaben und schieben die Fahrräder. Den anderen Weg wollen wir uns nicht nochmal antun.
Hier laufen wir nun einen wunderschönen Wanderweg, der dann auch noch ein Stück über Strand und über Treppen geht ;-). Ganzkörper-Workout, nennt man das wohl? Wir erreichen schließlich wieder die richtige Straße in Vincentia und legen am Camper erstmal unseren Fisch in den Kühlschrank. Mit den Fahrrädern fahren wir noch ein kleines Sück an den „Plantation Point“ zum Spielplatz. Julia entspannt sich mit den Jungs hier und Marco fährt in den Ort, um noch Postkarten und den passenden Wein zum Fisch zu besorgen.
Wir entdecken den Strand bei Ebbe um den Plantation Point, sammeln Muscheln, hüpfen von Fels zu Fels und klettern herum. Wir vergessen die Zeit und als wir beim Spielplatz wieder ankommen, wartet Marco schon auf uns,...die Fische müssen ja noch verarbeitet werden. Wir bringen die Fahrräder zurück zur Vermietung und fahren unseren Campingplatz wieder an. Marco und die Jungs gehen zum säubern und filitieren der Fische an den Creek. Dafür wurde eigens eine entsprechende Stelle am Ufer hergerichtet. Kaum vor Ort, landet ein Pelikan und kommt auf Marco zu. Klar was er will. Marco schickt die Jungs ein paar Meter weiter weg und testet kurz den gegenseitigen Respekt aus. Passt, der Pelikan hält zwei Meter Abstand und wartet brav auf die Fischreste, die abfallen. Alle Drei sind von der Größe des Pelikans und dem Schnabel beim Fang der Fischreste beeindruckt. Da der Papa mit dem Rücken zum Vogel steht, wird er regelmäßig von den Jungs auf dem Laufenden gehalten was der Pelikan macht und wie nah er kommt. Jungs zufrieden, Pelikan zufrieden, läuft.
Julia organisiert schon einmal das Packen im Camper vor für den morgigen Tag, da wir am 1.11. den Camper in Sydney abgeben. Irgendwann kommen alle Jungs zum Camper, Marco bereitet die Fischfilets für den Grill vor und die Kleinen spielen Verstecke. Dann verschwinden wieder alle zum Spielplatz (Vis-a-vis sind auch die BBQ-Grills). Kurze Zeit später gibts dann lecker mehlierten Fisch mit Limonensaft, Kartoffel mit Butter und Salz und dazu einen australischen Pinot Grigio...mmmh!