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JuMaMaJa’s Travel Diary

Friday, 15 Nov 2019

Location: Rotorua-Orakei-Korako, New Zealand

Map49. Tag
Nach dem heutigen Frühstück machen wir uns startklar. Die Jungs klettern im Baum hinter dem Camper. Marco geht noch schnell einkaufen. Wir wollen pünktlich zur ersten Show in Te Puia sein - dem kulturellen Zentrum der Maori hier in Rotorua. Zugleich finden sich dort geothermische Highlights (Geysire,...) und ein Ausbildungszentrum für die Maori Künste: Stein- und Bildhauer, Schnitzkunst, Webkunst etc., ein Kiwisanctuary und natürlich die Hakashow. Wir waren 2011 schon einmal hier. Weil es uns so gut gefallen hat und wir den Jungs auch die Kultur der Maori zeigen wollen, freuen wir uns auf den erneuten Besuch.
Wir schaffen es tatsächlich zur ersten Show. Erst sehen wir den Ablauf der klassischen Begrüßung der Maori (den Hongi), dürfen dann in ihr Versammlungshaus (dem Marae), hören und sehen Lieder und Tänze sowie Kriegstänze (Haka). Julia bekommt mit einigen anderen eine kleine Einführung in den Poi-Tanz. Marco und die Jungs wollen lieber keinen Haka ausprobieren, schauen lieber zu und überlassen den Haka den Profis ;-). So ein Haka ist immer wieder toll anzusehen, besonders die dabei benutzen Grimassen. Das gefällt den Jungs natürlich! ...und dabei hatten sie bisher immer hören müssen das man gegenüber anderen keine Grimasen schneidet. :-)
Im Anschluss startet gleich unsere Führung durch das Gelände. Eine junge Maori mit Gesichtstatoo (unterhalb des Mundes) führt uns herum. Wie sich herausstellt ist es die Enkelin des aktuellen Stammesoberhauptes des ansässigen Stammes des Maori. Nach ihrem Vater ist sie Anwärterin auf dieses Amt. Sie erzählt uns einiges über die Kultur u.a. das Maori gerne mit Namen, in ihren Schnitzereien oder mit den Tätowierungen Geschichten erzählen. Sie erläutert Kunsthandwerke und führt uns durch die Schulstätten, in denen wir den Schülern über die Schultern bzw. bei den Arbeiten zuschauen können. Te Puia wird nur durch die Eintrittsgelder und den Verkauf des Kunsthandwerkes finanziert. Es scheint nicht gerade schlecht zu laufen. Seit unserem letzen Besuch hat sich einiges verändert, es wurde erweitert und modernisiert. Auch die Kiwiunterkunft, die wir später besichtigen, ist neu. Zwei der eher nachtaktiven, nicht flugfähigen Vögel können wir im künstlichen Dunkeln beobachten. Ihnen wird wohl tagsüber die Nacht vorgespielt und Abends gehen die Lichter an, um den Tag zu vorzutäuschen. Wir freuen uns jedenfalls, dass wir den Kindern den Vogel zeigen können. Anschließend werden wir noch ins geothermische Gebiet geführt, um u.a. den aktiven Geysir zu beobachten.
Nach einer kleinen Pause gehen wir nochmal auf eigene Faust die Runde. Entspannter und mit keinen weiteren Besuchern um uns herum zeigen wir den Jungs die einzelnen Stationen nochmal genauer. Wie macht man aus Flaxblättern Seile, Netze, Körbe, Kleiderung und Co., ein „Carver“ zeigt ihnen einen Walzahn und einen Teil eines Walwirbels, und vieles mehr. Am Ende gehen wir nochmal den kurzen Weg durch das Gelände mit viel Blubber, Schwefel und Dampf. Te Pui war wieder toll.
Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Süden. Wir wollen nach Orakei-Korako, einem weiterern geothermischen Park. Auf dessen Parkplatz können wir die Nacht frei stehen und am folgenden Morgen direkt starten.
Es ist eine Sackgasse und diese endet direkt an einem See. Super einsam und sehr schön. Wir sind heute die Einzigen, die hier auf dem Parkplatz übernachten. Die Kids spielen am See, während Marco kocht und Julia versucht Bilder hochzuladen.... so einsam...und wenig Empfang. Der Besitzer des Parks stellt uns seinen „Boxer“ vor, der uns gleich alle mal ansabbert und den Versuch Marcos, mit den Jungs Ball zu spielen, unmöglich macht.
Vom angrenzenden Besitzer der Anlage bekommen wir (als Entschädigung?) eine Runde Eis spendiert, wie nett...